Hier sind die Schlüssel zur kritischen Infrastruktur

Die beiden EU-Richtlinien NIS2 und CER sollen die kritische Infrastruktur in Europa in einer herausfordernden Zeit robuster machen. Vor allem CER stellt Anforderungen an eine höhere physische Sicherheit in einer Reihe neuer Sektoren – und hier können 41 Gramm Elektronik den entscheidenden Unterschied machen.

Die Zeiten sind vorbei, in denen es fern wirkte, was 'unten in Europa' beschlossen wurde. In den letzten Jahren hat sich die sicherheitspolitische Lage grundlegend verändert, und die europäischen Staaten bereiten sich auf eine Zukunft vor, in der die EU-Mitgliedsländer und EWR-Staaten weit stärker als zuvor auf sich selbst gestellt sind. Begriffe wie Hybridkrieg haben das Augenmerk auf die Robustheit der kritischen Infrastruktur gelenkt, was sich in den beiden EU-Richtlinien NIS2 und CER widerspiegelt. Vieles deutet darauf hin, dass die Erfüllung der Anforderungen buchstäblich zum Greifen nah sein kann – doch dazu später mehr.
 

NIS2 – ein hohes und einheitliches Sicherheitsniveau

Zunächst müssen wir uns NIS2 ansehen, eine Aktualisierung der bisherigen NIS-Richtlinie. Sie stellt verschärfte Anforderungen an Unternehmen und Organisationen, die zentrale Dienste oder große Mengen personenbezogener Daten verarbeiten. NIS steht für Network and Information Security, und die Richtlinie umfasst unter anderem:

  • Verschärfte Managementanforderungen
  • Mindestanforderungen für das Management von Cyberrisiken
  • Meldepflicht bei Sicherheitsvorfällen
  • Regelmäßige Risikobewertungen
  • Hohe Sicherheitsstandards bei Lieferanten
  • Notfallpläne usw.

Das Ziel ist, ein hohes und einheitliches Niveau der Cybersicherheit in allen EU-Mitgliedstaaten sicherzustellen, insbesondere in Sektoren wie Gesundheit, Versorgung, Transport und Finanzen. Doch NIS2 steht nicht allein.
 

CER – besondere Priorität für die physische Sicherheit

CER wird als 'Schwester-Richtlinie' zu NIS2 bezeichnet. Sie steht für Critical Entities Resilience Directive und wird einen besonderen Einfluss auf die physische Sicherung der kritischen Infrastruktur haben. Gleichzeitig erweitert sie den Kreis der Sektoren, die als kritisch gelten – von Energie und Transport bis hin zu Bereichen wie Gesundheit, Trinkwasser, digitale Infrastruktur und ähnliches.

Das Ziel ist, größtmögliche Widerstandsfähigkeit gegen verschiedene Angriffe und ein höheres Risikobewusstsein zu schaffen – nicht nur in der einzelnen Organisation, sondern in der gesamten Lieferkette. Hier kommt Hans Følsgaard A/S als Lieferant für Versorgungsunternehmen ins Spiel.
 

Das kleine, aber entscheidende Detail in unserer Verteidigung

Obwohl der Fokus stark auf Cyberkriminalität liegt, die digital und über große Entfernungen stattfindet, haben die Schwachstellen bei Versorgungsunternehmen auch eine physische Dimension. Im großen Maßstab haben wir die Schäden gesehen, wenn massive Seekabel durchtrennt werden, aber moderne Technologie ist auch an Land verfügbar – in Form von Transformator- und Pumpstationen sowie Technikgebäuden für Strom und Glasfaser. Entwickler und Lieferanten sind sich dessen bewusst.

"Wir sind Technikpartner für Betreiber und Versorgungsunternehmen, mit denen wir unter anderem komplette Technikgebäude, Straßenschränke und ähnliche Installationen entwickeln", erklärt Mikkel Møller Jørgensen, Head of Division, Cables & Cable Management bei Hans Følsgaard A/S. "Aus diesem Grund achten wir auf die Umsetzung von NIS2 und insbesondere CER, die wichtige Richtlinien sind, wenn Versorgungsunternehmen Plug-and-Play-Lösungen für ihre Netze nachfragen."

Møller Jørgensen hebt ein Detail hervor, das das Leben für Unbefugte, die versuchen, Zugang zu Schränken und Gebäuden zu erzwingen, erheblich erschweren kann.

"Das Schloss! Das ganz konkrete, physische Schloss kann den Unterschied ausmachen zwischen einem Netz, das funktioniert, und einem Netz, das sabotiert werden könnte. Wenn ein Unternehmen ein einfaches Standardschlüssel-System wählt, das alle Mitarbeiter im Schlüsselbund tragen, ist es viel zu einfach für Unbefugte, Zugang zu erhalten, um Kabel zu durchtrennen oder den Datenverkehr auszuspähen. Ich bin überzeugt, dass elektronische Schlüssel mit integrierter Zugangskontrolle in der kommenden Zeit mit NIS2 und CER ein heißes Thema sein werden", betont Mikkel Møller Jørgensen – und das bringt uns zurück zu den 41 Gramm Elektronik, die am Anfang erwähnt wurden.
 

Intelligenter Schlüssel für eine Zukunft mit hybriden Bedrohungen

Von Mikkel Møller Jørgensen bei Følsgaard geht es weiter zu Birepo A/S, um eine konkrete Lösung zu betrachten, die Unternehmen und Organisationen helfen kann, die strengen Anforderungen an die physische Sicherung zu erfüllen, die im CER-Direktiv formuliert sind. Das Schlüssel- und Zugangskontrollsystem CyberKey wird seit 20 Jahren genutzt und weiterentwickelt, und dank der Verabschiedung des CER-Direktivs ist es aktueller denn je.

"CyberKey stellt vieles auf den Kopf im Vergleich zu vielen anderen Schlüsselsystemen", erklärt Gert Petersen, Geschäftsführer von Birepo A/S mit Hauptsitz in Greve. "Der elektronische Zylinder ist in über 400 verschiedenen Ausführungen erhältlich und kann für alle gängigen Systeme verwendet werden. Er ist einfach zu montieren und kann selbst in großem Maßstab schnell ausgerollt werden. Der große Unterschied liegt im elektronischen Schlüssel. Denn es ist sprichwörtlich der Schlüssel – und nicht das Schloss –, der intelligent ist."

Der Schlüssel wiegt nur 41 Gramm, aber er wiegt umso schwerer in der Praxis, wenn Techniker und andere Zugang benötigen, um Aufgaben in Technikgebäuden entlang von Bahnstrecken auszuführen. Dank der zentralen Aufgabensteuerung weiß der Schlüssel, wann er Zugang zu einem bestimmten Standort gewähren kann und wie lange.

"Der Schlüssel liefert die notwendige Energie für den Schließzylinder und ist mit den heutigen Aufgaben und Berechtigungen vorab programmiert. Wenn ein Mitarbeiter die Aufgabe startet, wird der Schlüssel in die Aufgabensteuerung eingebunden und bildet damit eine aktive und intelligente Zugangskontrolle. Und sollte man so unglücklich sein, seinen CyberKey-Schlüssel zu verlieren, gewährt er keinen Zugang zu irgendetwas und wird automatisch gelöscht", erklärt Gert Petersen von Birepo A/S.
 

Ein sicherer, aber auch flexibler Kreislauf

Die Arbeit an der physischen Sicherung hat einige der gleichen Herausforderungen wie die Arbeit an der IT-Sicherheit: Je sicherer das System, desto mehr besteht die Gefahr, dass die Nutzung im Alltag eingeschränkt wird. Deshalb wurde großer Wert darauf gelegt, dass CyberKey Teil eines flexiblen Systems mit einfacher Verwaltung ist, sodass die täglichen Abläufe und die Freiheit der Mitarbeiter gewährleistet bleiben.

Dazu gehört unter anderem die vollständige Integration mit Systemen zur Aufgabensteuerung, ebenso wie die schnelle Aktualisierung des Schlüssels über WLAN. Die gesamte Zugangskontrollplattform wird ein wichtiges und operatives Element in der umfassenden Sicherheitsstrategie eines Unternehmens oder einer Organisation.

"Wir freuen uns, dass ein Komplettanbieter von Technikgebäuden und -schränken wie Følsgaard darauf achtet, dass die Sicherheit der kritischen Infrastruktur nicht kompromittiert wird, wenn das letzte, entscheidende Detail fehlt. Wir merken auch, dass die Anforderungen in NIS2 und CER zunehmend drängend werden, wenn wir auf Fachmessen sind, wo das Interesse an intelligenten Zugangskontrollsystemen groß und steigend ist. Es besteht kein Zweifel, dass Schließsysteme in mehr als einer Hinsicht der Schlüssel sind, um effektiv abzuschließen", schließt Geschäftsführer Gert Petersen von Birepo A/S.

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